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Und jetzt hab ich meine Couch repariert – um ca. 7€

Vielleicht kennt ihr das ja: man will sich zum Schlafen gehen so richtig entfalten, um dann beruhigt ins Träumeland einzutauchen.

Aber vor wenigen Monaten gab’s bei mir da einen schweren Fall: mit einem nächtlichen Rumms krachte die Couch durch. Nur noch Schräglage möglich. Am Motorrad ganz nett, für wirklich erholsamen Schlaf unbrauchbar.

Also erstmal mit weiteren Kartons (und drei ungelesenen Star Wars Romanen) versucht auszugleichen, das ging so naja.

Kartons und ungelesene Romane unter der Memory-Foam-Auflage…

Schlafen möglich, aber nicht allzu angenehm.

Jetzt, da ich ja ein wenig Zeit und vor allem ein wenig Ruhe hab, habe ich mal über eine permanentere Lösung nachgedacht, und mal die Couch von unten her aufgemacht um die Misere genauer beäugen zu können – und siehe da: der dicke Kartonboden, auf dem die Couch ihre Federn abstützte, war in einem Segment nach unten durchgebrochen. Bald 25 kg weniger auf der Waage, aber immer noch zuviel… Ich hab also mal das ganze abgemessen, und überlegt wie ich das wieder abstützen könnte. Die einfachste Lösung wäre wohl, eine Holzplatte reinzuspaxen, aber wer weiß ob die Holzträger darunter nicht evtl splittern? Und die Wände waren ja auch nur Pressspanplatten… Hält sowas her?

Dann, im Gespräch mit meiner Freundin, die Idee: Der Abstand vom Boden zum “Federhaltekarton” war ja genau 25 cm… Wenn ich also eine Kiste, egal ob Holz oder Kunststoff, da drunter rein bring, wird das das Gewicht sicher auch stützen können!

Gedacht, getan: Bei der nächsten Gelegenheit im Baumarkt nachgesehen, was die da an Kisten haben, dann eine ausgesucht die mir gefällt, einem freundlichen (und schnell verfügbaren!) Mitarbeiter meinen Plan erklärt, und schon hat mir dieser dann eine Kiste abgemessen, die vom Augenmaß her passen hätte sollen. Aber: 22cm Höhe sind halt nunmal 3 cm zu wenig. Egal, im Tun hatte ich gleich die nächste Idee: mir einfach dort gleich eine 3 cm dicke Holzplatte zurechtschneiden lassen, wird ja nicht die Welt kosten. Bei der Zuschneideabteilung (um die zu finden brauchte ich auch die Hilfe eines freundlichen Mitarbeiters, lag aber mehr an mir als am Baumarktlayout) angekommen, stellte ich mich in die Schlange um meinen Wunsch zu äußern. Da fällt mein Blick auf die Holzreste, die´s vergünstigt zu erstehen gab, wo praktischerweise auch ein Zollstab montiert war… Erste Platte genommen, Dicke abgemessen, super: 1,5cm. Also einfach zurechtsägen, zweimal nehmen, und fertig.

Und so hab ich’s dann auch gemacht. Die beiden Holzplatten noch mit 4 Nägeln in den Ecken mit einer Handaxt zusammengehämmert, die konnte ich praktischerweise auch gleich zum Anritzen der Markierungen verwenden), unter die Couch reingestellt, et voilà!

Die Kiste mit improvisiertem Deckel, und ihr Einsatzort!

Ein kurzes Probesitzen bestätigte mich: Alles so als ob nie was gewesen wär! 🙂

Wieder dieses gute Gefühl, etwas repariert haben zu können! Und das um, was weiß ich, eine Stunde kreativ verbrachter Zeit und vielleicht 7€ Material!

 

Erst 20 Minuten später hab ich dann bemerkt: in der jetzt gut verstauten Kiste waren ja noch die Utensilien, die ich meiner Freundin vom Baumarkt mitgenommen hab…

Mein Roller rollt wieder

Als ich meinen Roller dieses Jahr ausgewintert hab, (also, genaugenommen hat das mein Bruder gemacht, denn der brauchte ihn – also hab ich ihn früher wieder angemeldet), funktionierte die Batterie noch, nachdem er sie aufgeladen hatte. Er kam damit sogar nach Linz und wieder retour!
Dann war noch eine Fahrt möglich, die aber weil`s recht kalt war auch sehr kurz ausgefallen ist…

Und dann, zappzarapp, ging gar nichts mehr. Batterie tot. Und das in einer Phase, wo durch den Corona-Lockdown und die einvernehmliche Auflösung meines Dienstverhältnisses (wollte mit meiner Freundin in ihrem Sabbatical auf eine dreimonatige Reise gehen) der gefühlte mentale Druck auf mich immer mehr anstieg und so die eine oder andere Ausfahrt zur Ablenkung sehr willkommen gewesen wäre.

Also: herrichten!

Da es im Internet keinen regionalen Händler gab, der die passende Batterie lagernd hatte (oder ich diese nicht auf meinen üblichen Wegen finden konnte) rief ich bei meiner vertrauten Motorrad-Fachwerkstätte an um den Ersatz zu bestellen.
Als die Batterie dann angekommen sein sollte, fuhr ich nach der Arbeit hin um sie abzuholen – war aber noch nicht da. OK

Als sie dann da war (diesmal war ich schon schlau genug um vorher anzurufen ob sie denn schon da ist), hab ich sie geholt, und war etwas verwundert dass die Nummer auf der Batterie und die Werte der Batterie zwar ähnlich waren, aber nicht gleich. Naja.

Bei der nächsten Gelegenheit probierten wir (ich und meine Freundin) gleich mal aus sie einzubauen. Aber: Fehlanzeige, die Außenmaße passten zwar, jedoch haben solche Batterien auch eine Ausnehmung, deren Sinn mir erst zu diesem Zeitpunkt klar wurde: zum einen griff hier die formschlüssige metallene Batteriehalterung ein, zum anderen zwei Kunststoffzünglein, die an einem Verkleidungsteil angebracht waren.
Ich dachte mir, oh, passt nicht, falsche Batterie, scheiße.

(Die zwei Drähte, die mein Bruder etwas archaisch eingebaut hatte um die Batterie leichter laden zu können, sollte es notwendig werden, haben wir bei dieser Gelegenheit auch entfernt. Immerhin hatten meine findigen Mechaniker schon ein ähnliches Kabel verlegt gehabt, inkl. notwendiger Sicherung, welches auch eine Standard-Steckverbindung zu passenden Ladegeräten hatte.)

Also naja. Wenigstens war der Roller soweit geöffnet, dass die richtige Batterie dann gleich montiert werden kann, wenn ich sie denn endlich daherbringen kann.

Dann hab ich wieder mit meinen Mechanikern gesprochen, und ihnen gesagt dass die Batterie nicht passt, deren Vorschlag: die Kunststoffverkleidung anpassen. Das wollte ich aber nicht, da das gefühlt den Wiederverkaufswert des Rollers möglicherweise senken würde, und ich ja sowieso am überlegen bin wieder von automatischer (VarioScheibe) auf manuelle Schaltung umzusatteln… Also womöglich ein neues Motorrad zu kaufen. Aber welches?
Als die Mechaniker mir dann in persona nochmals sagten dass ich doch einfach die Verkleidung anpassen sollte damit die Batterie reinpasst, wurde ich fast schon etwas ungehalten… (und dafür möchte ich mich hiermit entschuldigen!)
Ich gab ihnen also die Batterie zurück, sie mir mein Geld, und ich musste mich wieder darum kümmern die passende Batterie zu bekommen.

Bis hierhin hatten wir wohl schon 2 oder 3 Stunden investiert um den Roller wieder zum Laufen zu kriegen…

Also, nächste Idee: die Batterie vom Händler, wo ich den Roller gebraucht gekauft hatte zu besorgen. Gesagt, getan, eine Woche später die wiederum neue Batterie bekommen. Und das in der Woche nach einer der mental härtesten Wochen für mich seit den PhD-Studiumstagen…

Alsodann, nachdem die ersten Lockerungen wegen covid19 durchgeführt wurden, ganz langsam und stetig auf der Suche nach kleinen Erfolgserlebnissen, hab ich mich wieder an die Arbeit gemacht.

Endlich die vermeintlich richtige Batterie in Händen haltend, die nächste Enttäuschung: wieder nicht die gleiche Batteriebezeichnung! Zwar von den Werten her näher dran am Original (nur weniger Kapazität, aber diesmal die gleiche Amperezahl), diesmal mit einer der Erinnerung nach, größeren Ausnehmung. AAAAAAber der Kunststoffteil wollte ums Geratewohl nicht reinpassen… Also stellte sich mir die Frage: Kunststoffnasen abschneiden, Modifikation am vorhandenen Design bei dem sich ja sicher jemand was dabei gedacht haben wird vornehmen und die andere, funktionierende Batterie einbauen? (wir hatten diese auch bei laufendem Roller getestet und die anliegende Spannung bei laufendem Motor überprüft, eine Idee eines kompetenten Arbeitskollegen von mir – evtl war ja nur die Lichtmaschine defekt?)

Also mit meinem näheren Umfeld besprochen, und nach einem kurzen Check In mit meiner Freundin, die mich wieder an die Problematik des Wiederverkaufswerts erinnert hat, und gefragt hat ob ich mir denn sicher sei, die Entscheidung: JA. Fuck it.
Mit dem Kunststoffteil ab in die Werkstatt, weg mit dem ersten der zwei Fortsätze. Dann hab ich noch gesehen dass da auch jene Metallsäge die wir damals in der HTL selbst gemacht haben lag, und mit dieser den zweiten Teil weggesägt, einfach weil es sich poetischer anfühlte. Nach dem ganzen Ärger bisher ein großartiges Gefühl!

Verkleidungsteil

Der besagte Verkleidungsteil: links ist die Nase schon weggesägt, rechts ist sie noch dran

Zurück zum Roller, die Metallklammer die auch mit dem Verkleidungsteil mitverschraubt war ausprobiert und gemerkt dass diese genau in die Batterieausnehmung passte. Yeah! Das ist mal ein cooles Design, dachte ich mir, die abgeschnittenen Kunststoffteile waren wohl wirklich optional!

Man sollte also an diesem Punkt meinen, alles wieder zu, starten, fertig, fahren…. Aber ganz so schnell gings dann doch nicht.

Es wollten nämlich noch die richtigen Verkleidungsteile in der richtigen Reihenfolge montiert werden, was mich wohl nochmal so viel Zeit gekostet hat wie die schon vergangene. Vor allem eine kleine Kunstofflippe, die nur ein klitzekleines Stückchen sich bewegen hätte müssen, damit das ganze wunderschön schließen kann, ärgerte mich eine ganze Weile.

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Fertig eingebaut, Verkleidung noch offen. Gut sichtbar in der Mitte des Bildes: die metallene Halterung der Batterie.

Aber auch das hatte ich dann wieder bewältigt. Wieder dieses lässige Gefühl!

Roller also zusammengeschraubt, fertig zum losfahren – wäre da nicht der Traktor gewesen, der die Ausfahrt versperrte.
Auch kein großes Problem: gestartet, ein wenig weggestellt, und der Weg war frei.

UND DANN: Das Gefühl, das mich überkam als ich den Roller nach getanem Werk nach draußen geschoben hab, war einfach überwältigend (im Kopf dabei dies), und das gute Gefühl getaner Arbeit.

Man sollte jetzt glauben ich fuhr damit sofort los auf eine ausgedehnte Reise, aber nein: ich machte mir einen Kaffee, setzte mich zu meinen Eltern und meinen Geschwistern, die feiertäglich zusammen saßen (natürlich mit gebührendem Abstand), und ratschte mit ihnen.

Und auch jetzt, wenn ich mich daran erinnere: Wieder dieses tolle Gefühl, das ich so lange vermisst habe.
Meine Freundin sagt dazu: Selbstwirksamkeit

 

Dabei (wieder) gelernt (P.S.:)
1) Batterien haben Standardmaße, welche auch baulich im Design des Rollers berücksichtigt werden – die Kunststoffnasen waren leicht zu entfernen, die Metallklemme adaptieren hätte schon mehr Aufwand bedeutet – für mich ist das ein Zeichen der Designer, dass eine Batterie, die nur das entfernen der Plastiknasen benötigt, wohl auch noch passt, aber eine die ein Anpassen oder Weglassen der Metallklemme notwendig macht wohl eher nicht. Das gefällt mir, sehr geschickt gelöst!
2) Man kann durchaus seinen Fachmechanikern vertrauen, die kennen sich aus und wissen was sie tun (ich bitte nochmals um Entschuldigung hier!). Selbst reparieren ist außerordentlich lehrreich, kann aber auch blöd ausgehen. In diesem Fall war`s ja eine relativ überschaubare Sache, aber man (bzw.: ich) braucht halt auchsehr viel Zeit, die man mit anderen Sachen verbringen könnte.
3) Da wir so gut wie alles mit den Bordwerkzeugen hingekriegt haben, sollte das auch on the road möglich sein. Super Gefühl! 🙂
4) Habt vertrauen!

Meeting maker researchers – the DENs DIY researchers colloquium

I’ve organised a RCUK Digital Economy CDT Network- funded workshop leaning on the principles of a barCamp for researchers across the UK who are interested in making/crafts/hacking and maker culture on the day before MakerFaire UK 2014 last weekend (if you want more information about it, either ask me or check out the webpage), and the feedback I’ve received was quite good – My aim for this workshop was to get a feel of what “maker research” in the UK is focussing on and what the topics of interest from an academic perspective are, and I do think that goal has been achieved, thanks to everyone who participated and shared their thoughts on the subject!

We’ve had quite a lively mix of participants, from hardware hackers to documentary makers, creative communities such as the comic maker scene to crowdsourcing topics, textile crafters and many many more.

The entire event was organised in a very ad-hoc manner, with only two weeks time from registration opening to the event happening, the turnout turned out to be very good, and we’re going to keep the conversations we’ve started alive, so I’m as happy as I can possibly be!

MakerFaire itself was awesome too, had good chats with awesome folks, among those the EPIK project, who are enabling kids to learn programming in Java by developing mods for Minecraft, and the always-inspiring Nottingham Hackspace  as well as the Hackspace Foundation folks, who are trying to connect all hackspaces across the UK to share knowledge within these.

checking out @ShrimpingIt's self-made Arduino during the break

checking out @ShrimpingIt’s make-your-own-Arduino kit during the break

A big thank you for everyone involved in making this happen, especially David Green and the Digital Interaction Group at Newcastle University’s Culture Lab, who provided us with their workshop area to set the proper scene for our gathering!

 

[edit: the RCUK Digital Economy Network now has its own website, therefore I updated the link]