Ein Jahr mit Otelo

Na da war ja was los!
Im Frühjahr hat mich zum ersten Mal gerüchtemäßig erreicht was ich schon lange erhofft hatte: Es kommt ein Otelo nach Vorchdorf. Das ging dann auch ziemlich zackig, dank der Vorarbeit des Vereins “Zukunft Vorchdorf” brauchte sich nur noch ein Team von 5 Leuten (die „magic five“) finden, die sich bereit erklärten den personellen Rahmen zu bilden, den man als Verein braucht – und somit war dem Entstehen eines weiteren Raums für Ideen in Oberösterreich der Weg bereitet.

Da ich jetzt auch mein Studium mit dem Bachelor abgeschlossen habe, hatte ich Gelegenheit mich etwas tiefer in die Otelo-Welt zu begeben und auch den einen oder anderen Workshop zu besuchen und vor allem die anderen Standorte mal kennen zu lernen.

Die Vöcklabrucker kenne ich ja schon länger, irgendwie waren die dort mein erster Kontakt (nachdem mein Bruder schon einige Zeit für und mit KET- „Kinder erleben Technik“ tätig war). Das war vor zwei Jahren, als ich es endlich mal geschafft habe auf einen Ubuntu-Stammtisch zu kommen. Ubuntu ist ein Geschmack von Linux, der größten freien (Open Source, darauf kommen wir vielleicht später noch) Alternative zu Microsoft Windows, aber ich schweife ab. J
Die Vöcklabrucker also, ein generell sehr aufgeweckter und gut und gern organisierter Haufen (Man braucht sich nur vor Augen führen was dort schon alles an Vereinen entstanden ist und existiert! Filmtipp: Die Dokumentation „freiräumen“. Stilecht zu bewundern im OKH Vöcklabruck 😉 )

Dann kam das open Barcamp im Otelo Vöcklabruck, wo ich zum ersten Mal auch Kontakt zu den anderen Otelos knüpfen durfte: die künstlerischen Ottensheimer, die freiheitsliebenden Kirchdorfer, die Gmundner, die von Anbeginn dabei waren. Und alle machen sie Workshops!

Die nahm ich dann auch zum Anlass, mir auch die verschiedenen Räumlichkeiten an den Standorten mal genauer anzusehen.

Die Ottensheimer besuchte ich am Tag ihres Hausfests, wo das ganze alte Ottensheimer Amtshaus zur Besichtigung offen stand. Neben den Otelos sind dort auch die Pfadfinder und eine Rad-Werkstatt untergebracht… und noch so einige andere interessante Dinge. Am faszinierendsten war dort eine Schauspiel-Vorführung im japanischen No-Stil, da erzählten 3 SchauspielerInnen also nur durch den Ausdruck ihrer Bewegungen und ihrer Masken ganz ohne Sprache die Geschichte eines Paares, das sich jung verliebt, dann verliert und im Alter wieder zueinander findet. Die Intensität, die da so simpel aufgebaut wurde war ein phantastisches Erlebnis…

Bei den Kirchdorfern lernte ich dann beim „Nähworkshop für Männer“ wie man Knöpfe einnäht und mit einer Nähmaschine umgeht. Prompt hatte ich dann auch wieder meine absoluten Lieblings-Jeans wieder! Und gerade gestern erst war ich wieder dort, diesmal im Versammlungsraum und nicht in der Werkstätte, um beim Workshop „innere Kräfte entwickeln und stärken“ genau das zu tun. Da machte man sich in der Gruppe auf die Reise in sein Inneres und wurde dann, passend zur Weihnachtszeit, reich beschenkt. 🙂

Eine Reise nach Angermünde bei Berlin, wo sich das erste außer-österreichische Otelo befindet ist sich bisher noch nicht ausgegangen… aber auch das schaff ich noch!

Fehlt also eigentlich nur mehr Vorchdorf! Angefangen hat bei uns alles mit einem Workshop namens „Wir essen Käfer.“. Was auf den ersten Blick manchen als ungustiös erscheinen mag, entwickelte isch dann am Christkindlmark Vorchdorf aber zum vollen Renner! Unsere Heimchenspieße sorgten für Unterhaltung und reichhaltige Nährstoffversorgung der Vorchdorfer und dienten nach Guerilla-Marketing-Maßstäben als hervorragendes Vehikel um den Otelo-Auftrag im Ort zu präsentieren.

Das war aber bei Weitem noch nicht alles was sich getan hat bzw. noch tun wird 🙂

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